Der Bauantrag
Die Papiere für den Bauantrag sind endlich da. Damit bloss nichts bei der Post verschwunden gehen kann, habe ich die Unterlagen persönlich im Bauamt abgegeben. Also, wieder warten. Aber das können wir ja jetzt schon ganz gut :-)
Unsere Grundeinstellung hat uns belohnt, denn 2 Wochen später kam endlich Post. Leider mit einer Ablehnung bzw. der Hinweis zur Überarbeitung.
Tja, Bauvorschriften sind so eine Sache. Wir haben neben unser Haus, ein Carport geplant von 9 Meter Länge, Autostellfläche mit Abstellraum. Dieses Carport würden, aufgrund der Länge, bis zur Hälfte unter einer der Schlafzimmerfenster gehen. Dieses ist aber, aus brandschutztechnischen Auflagen, nicht erlaubt. Es muss ein Fenster, welches nicht zur Gartenseite hin ist, für die Feuerwehr zugängig sein und als Fluchtweg nutzbar sein.
Nach kurzer Besprechung mit der Bauzeichnerin, war die Änderungsentscheidung schnell getroffen: Das Carport wird auf 6 Meter verkürzt.
Also warten wir nun auf die neuen Pläne der Bauzeichnerin um diese wieder beim Bauamt einreichen zu können. Nach knapp 2 Wochen waren diese immer noch nicht da und uns lief die Zeit ein wenig davon, da der nette Herr vom Bauamt ( und das war er wirklich) uns mitgeteilt hat, dass er in der kommenden Woche im Urlaub sei. Wenn unsere Unterlagen bis zum Tag XY da seien, könne er die Baugenehmigung noch vor seinem Urlaub ausstellen.
Mir ist echt die Düse gegangen, weil dieser Termin immer näher rückte. Schluss endlich hatten wir das Glück, dass das Architektenbüro uns die Unterlagen per E-Mail hat zukommen lassen, so dass wir diese selber hätten ausdrucken können um sie dem Bauamt zukommen zu lassen. Aber wie der Zufall es wollte, kam genau an dem Tag die lang ersehnte Post und ich habe mich wieder auf den Weg gemacht um die Unterlagen persönlich ab zu geben.
Da kam sie endlich, die Baugenehmigung. Aber..........
Es fehlte noch etwas, bevor wie die Baubeginnanzeige hätten stellen können: Ein Schallschutznachweis. Da war er wieder, der Hacken von dem Grundstück. Da es sich um eine DHH handelt und wir an ein Bestandshaus anbauen, brauchten wir einen Schallschutznachweis. Unser Nachbar könnte uns ja hören, wenn wir beim Essen sitzen :-)
Die ganze Phase, bis wir den Bauantrag stellen konnte, gestaltete sich eh was holprig. Denn auch hier zeigte sich der Ein oder Andere Nachteil, wenn man mit einem Hausbauer arbeitet, welcher nicht aus der Region ist. In unserem Fall sogar in einem andern Bundesland.
Für jeden Bauantrag wird selbstverständlich auch eine Statik benötigt. Diese sollte eigentlich von unserem Architektenbüro kommen, nur leider war man dort mit der Tatsache überfordert, dass sich unser Grundstück in einer Erdbebenzone 3 befindet. Bei Grundstücken, welche in einem ehem. Abbaugebiet liegen, ist dies nicht ungewöhnlich. Das sind aber keine Berührungspunkte in bestimmten Bundesländern. So war es auch in unserem Fall. Der Statiker hat uns mitgeteilt, dass er die Statik in unserm Fall nicht berechnen kann. Und nu?
Klinken putzen! Schluss endlich sind wir bei einem Statikerbüro gelandet, welches schon oft mit unserem Tiefbauer zusammen gearbeitet hat. Dieser war auch so nett und hat nicht so lange auf sich warten lassen.
Ähnlich verlief es mit der Berechnung des Wärmeschutznachweises, welche wir ebenfalls für den Bauantrag benötigten.
Nachdem ich zich Energieberater abtelefoniert hatte, hatte ich endlich einen erreicht, welcher die Berechnung auch für Neubauten macht. Das war wirklich eine Challenge, denn seeehr viele machen die Energieberatung NUR für energetische Sanierungen von Bestandsgebäuden.
Die nächste Ernüchterung folgte sogleich: eine 5stellige Summe war gewünscht für die Leistung. Jo, ich hab auch viele Wünsche. Das dürfen die natürlich auch gerne haben, aber ich erfülle denen diesen Wunsch nicht.
Dann fiel mir ein, dass beim Angebot des Architekten, auch eine Energieberatung mit Wärmeschutznachweis als eventual Position dabei war. Na dann nochmal nachschauen und nachfragen. Und siehe da,.....jo, das kann von denen aus gemacht werden, zu einem 8tel des Preises vom hier ansässigen Energieberaters.
Sooo, wo waren wir jetzt......Schallschutz.....Da wollte sich unsere Hausbaufirma drum kümmern. Diese arbeiten wohl mit einem Unternehmen zusammen. Das heißt nur leider nichts. Denn wir lagen Zeitlich mitten im Sommer. Und was führt da gerne zu Verzögerungen?! Genau, die Sommerferien und Urlaubszeit. 6 Wochen haben wir darauf gewartet. Mit der Baugenehmigung in den Händen mussten wir 6 weitere Wochen warten bis wir starten konnten.
Aber dann, Info an den Tiefbauer und den Vermesser, für die Grobabsteckung und es konnte los gehen.