Die Erdarbeiten und das Wetter
Es war von Beginn an klar, dass die Arbeiten an unserem Grundstück recht schwierig werden, da es sich u.A. in einer Allee befindet. Also hatten wir von Anfang an, bei RWE angefragt, ob wir über das Rückwertige Grundstück dürfen. Das okay haben wir bekommen, aber unter der Voraussetzung, dass wir Fahrplatten auslegen um das Grundstück zu schützen.
Gut, machen wir. Wir brauchten aber nicht 4 oder 6 Platten, sondern 18. Ja, so kurzfristig wurde dass natürlich schön teuer. Da war er wieder, der Mann fürs Geld, Dennis. Der hat sich natürlich damit nicht abgegeben und hat sich im Netz informiert, nachdem wir den Tipp bekamen, dass es Fahrplatten aus Verbundstoff gibt, welche genau so gut halten.
Nachdem er fündig geworden war, mit der Firma telefoniert hatte und die ganze Sachlage beschrieben hatte, hatte man zugesagt, dass die angebotenen Platten, genau so gut sind wie Stahlplatten. Zu einem drittel des Preises und gekauft, nicht geliehen. Nun hat uns sogar unser Tiefbauer angeboten, diese dann zu übernehmen, so dass wir dann nicht schauen mussten, wie wir diese dann wieder los werden.
Die Lieferung hat gut funktioniert und es waren sogar fleißige Hände vom Tiefbauer da.
Es gab nur eine schöne Überraschung: es regnete weiterhin, so wie auch die Tage zuvor. Ergebnis: Der Boden war durchweicht. Die 30Tonner sind in den Folgenden Tagen bei den Arbeiten weggerutscht. Die Arbeiten mussten am 2. Tag abgebrochen werden. Mist
Nachdem das Kind nun in den Brunnen gefallen war und das rückwertige Grundstück aussah, als wenn eine Horde Wildschweine tätig gewesen ist, musste eine Lösung her.
Da ich nun mittlerweile wusste, wie ich die Ansprechpartnerin bei RWE am besten erreiche, habe ich mein Glück erneut versucht.
Ehrlich wehrt am längsten!!
Da einer der umliegenden Baunachbarn, sich einfach frei Schnauze verhalten hat zum Unmut von RWE, hatten wir das Glück, dass man uns wohl gesonnen war, da wir immer alles hinterfragt haben.
Man hatte sich erst gegen eine Baustraße geäußert und uns nur die Befahrung mit Fahrplatten bewilligt. Nun sah die Situation aber anders aus und man war gewillt, uns der Baustraße, zu zu stimmen.
Gott sei Dank!
Da nicht nur wir von der Baustraße profitieren, sondern auch unser direkter Nachbar. Sind wir diesbezüglich mit ihm in den Kontakt gegangen. Dieser hatte uns dann angeboten, dass wir seinen Kran nutzen dürfen und somit diese Kosten nicht mehr haben.
Einfach immer im Austausch bleiben, dann läuft es auch mit den Nachbarn.
Nachdem nun endlich das Problem der Anfahrt geklärt war, konnte es nun richtig los gehen. Dennis hatte vor der Pratsch-Geschichte, das Grundstück vom hohen Grün befreit. Zur Freude des Vermessers, der zum 1. mal da war, bevor es überhaupt los ging.
Nachdem der Aushub gemacht worden ist, musste der Vermesser für die Grobabsteckung kontaktiert werden. Alles in allem ging das alles super fix. Die Jungs waren schnell und zuverlässig.
Man hat uns stetig auf dem Laufenden gehalten. Was sich als schwierig gestaltete, die Erreichbarkeit des Tiefbauers selber. Per E-Mail oder WhatsApp ging es mal gut und mal schlecht. da zeigte sich aber schnell ein anders Problem: Die Sprache. Unser Tiefbauer ist Pole. Kann sich gut sprachlich äussern und versteht einen auch gut, aber im Schriftverkehr hapert es leider im Verständnis. Nachdem das aber klar war, haben wir wichtige Dinge, telefonisch geklärt und dann noch mal per E-Mail geschickt.
Die Aufschüttung ist gemacht worden, der Boden verfestigt und hinter der Aufschüttung ein Kranplatz angelegt worden, da musste der Vermesser das 3. mal kommen zur Feinabsteckung.
Alles auch hier, mit Schaalung, Gießen und Rohrverlegung, alles super fix. Auch die Absprache des Mehrspatenanschluss und dem Leerrohr für die Luft-Wasser-Wärmepumpe hat alles super geklappt.
Es wäre natürlich alles zu schön um Wahr zu sein, wenn ich jetzt sagen würde "Es ist alles ohne Probleme gelaufen " . Weit verfehlt. Wie es sich für Bauherren gehört, ist einer von uns immer regelmäßig zur Baustelle gefahren um nach dem aktuellen Stand zu schauen. An einer meiner Kontrollen, war der Vorarbeiter grade zu Gange mit der Verfestigung des Kranplatzes. Die Aufschüttung war schon erfolgt und die Feinabsteckung vom Vermesser schon gemacht. Da ist mir aufgefallen, dass es keine Maßnahmen für die "Sicherheitsschürze" zum Nachbargebäude gegeben hat. Nach Aussage des Vorarbeiter, hätte der Statiker gesagt, dass dieses nicht nötig wäre. Das kam mir komisch vor und mir war nicht wohl bei der Sache. Also habe ich Dennis darum gebeten, dass direkt am nächsten Tag mit dem Statiker zu klären. Dennis hat ein besseres Verständnis für Zahlen und den ganzen technischen Kram. Von finanzieller Seite her, war Dennis eigentlich froh, dass die Maßnahme nicht nötig wäre, hat sich nur mit Wiederwillen darauf ein gelassen, dort an zu rufen. Das war natürlich gut so, denn es stellte sich heraus, dass der Statiker die ganze Situation nicht richtig eingeschätzt hat, was die Unterkellerung unseres Nachbarn anging. Tatsache war, er war nicht vor Ort und hat sich auch die Fotos von uns und dem Tiefbauer, nicht richtig angeschaut.
Da war es nun, das Tier was ich los gelassen habe. Dennis war Fux-Teufels wild und hat dem Statiker sehr deutlich gemacht, dass er seinen Job nicht gemacht hat.
Gott sei Dank, waren die Betonfahrzeuge noch nicht da und es konnte noch sofort reagiert werden. Also sind noch 4 Sicherheitssäulen eingesetzt worden.
Auf Kosten des Statikers, da der Bagger nochmal ran musste und mehr Material benötigt worden ist, als wenn man es sofort gemacht hätte.
Jetzt waren sie da, die riesigen Röhren. Da fiel uns etwas ganz Entscheidendes auf.....Wir haben garkeinen Bauzaun und 4 so riesige Löcher im Boden mit einer Tiefe von 2 Metern. Das gefiel uns beiden überhaupt nicht.
Unser Ansprechpartner von der Hausbaufirma, hat viele Dinge abgewiegelt. So auch den Bauzaun "Nein, den braucht ihr nicht, den haben wir noch nie gebraucht." Wenn man das 1. mal baut und einen Ansprechpartner hat, der einem immer sagt, dass man mit Fragen jederzeit auf einen zu kommen kann, dann verlässt man sich schon gewisser Maßen darauf, dass der einem keinen Sch.... erzählt. Aus dem Traum bin ich schnell aufgewacht. Denn die Bauvorschriften sagen einem ganz klar, dass wenn das Baugebiet direkt an einem Fußweg und/ oder Straße liegt, muss diese mit einem Bauzaun gesichert werden.
Ich hatte, mal wieder über ein Kleinanzeigen Portal, vor Baubeginn, einen Anbieter gefunden, der uns den Bauzaun günstig zur Verfügung stellt. Dieser hatte uns den sogar an einem Sonntag gebracht und mit Dennis direkt aufgestellt. Also waren wir da auch wieder beruhigt.
Ich kann nur nochmal sagen, dass wir alles in allem, mit unserem Tiefbauer sehr zufrieden sind, trotz der Schwierigkeit der Erreichbarkeit. Und gemessen an dem Ärger, den Andere haben, haben wir die Kuh immer schnell vom Eis bekommen. Zudem muss man auch sagen, dass der Tiefbauer extra für uns 2 Baustellen verschoben hat. Denn nun kam der richtig unangenehme Teil dieser 3 Wochen ( bzw. der insgesamt 6 Wochen): Der Hausbauer hat uns Druck gemacht!! Mit den ganzen Arbeiten lagen wir voll im Zeitplan. Die Hausaufstellung war für Mitte November geplant. Da kommt der Hausbauer auf einmal damit um die Ecke, dass die Produktion ihn darüber informiert hat, dass man ein 3D-Aufmaß machen möchte, bevor man in die Fertigung geht, wegen der Situation der DHH. Dieses Aufmaß müsse mind. 2 weitere Wochen vorher erfolgen. Also insgesamt 8 Wochen vor Aufstellung. Das passt nicht!!! Also ist der Termin nochmal verschoben worden. jetzt auf den 05.01.26 . Das hieß jetzt aber nicht, entspannen. Nein, nein, denn die Feiertage liegen ja noch dazwischen. Ich habe ununterbrochen alle Beteiligten, über den aktuellen Stand in Kenntnis gesetzt und trotzdem bin ich alle 2 Tage angerufen worden, ob die Bodenplatte denn nun liegen würde?! Da war ich sauer. Es kann ja nur jeder so schnell arbeiten, wie es geht. Und ich gehöre zu der Fraktion, lieber mit Ruhe und Bedacht und ohne Fehler, als übers Knie brechen und dann Fehler machen.
Der Tiefbauer war da immer auf unserer Seite und war sehr bemüht und auch fix. Er ist vor dem versprochenen Termin fertig geworden. Und siehe da: Die Bodenplatte hat 3 WOCHEN gelegen, bis einer für das Aufmaß kam. Aber Hauptsache Druck machen beim Kunden, das geht garnicht!!!
Unseren Unmut haben wir schriftlich sehr deutlich gemacht und auch, das eine weitere Terminverschiebung nicht dulden werden, da wir nun alles weitere geplant haben. Ansonsten würden die entstanden Kosten weiter geleitet werden.
Ich sollte mit Meditation anfangen !!!