Klinken putzen

Wie bereits schon vorher erwähnt, wollten wir, so viel wie geht selber machen bzw. uns auch um bestimmte Ausbaumaterialien selber kümmern (z.B. Innenraumtüren). Also haben wir einige Posten aus dem Werkvertrag mit dem Hausbauer raus genommen.

Vom Hausbauer haben wir, Handwerker empfohlen bekommen für die unterschiedlichsten Gewerke. Wir waren aber nicht daran gebunden. Also war Klinken putzen angesagt. Vor allem bei den großen Gewerken, Tief-Hochbau, Elektro und Heizung-Sanitär. Wie schon mal geschrieben, grade bei Tief-Hochbau hat es sich sehr gelohnt.

Man muss dazu sagen, dass unser Grundstück nicht das 0-8-15 Grundstück ist:

  • Viel Material was aufgeschüttet werden musste, damit wir auf Straßenniveau kommen
  • Ein Nachbargrundstück das so ist wie unseres ( somit musste eine Böschung geschüttet werden in das Nachbargrundstück)
  • Eine "Sicherheitsschürze" die gegossen werden muss, zu unserem Anbaunachbarn
  • Arbeiten am Grundstück kann nur über das Rückwärtige Grundstück erfolgen, da wir in einer Allee bauen und die Einfriedung der Bäume, die absolute Katastrophe ist.

Bevor wir unseren heutigen Tiefbauer gefunden haben, hatte ich Termine mit unterschiedlichen Firmen, vor Ort. Das Problem was sich gebildet hatte war, das es entweder Tiefbaufirmen gab, oder nur Hochbau. Eine Firma zu finden, die beides anbietet war etwas knifflig. Und auch schon zu Beginn zeigte sich, jeder weiß es besser und jeder scheint das Rad neu erfinden zu wollen. Kleiner Fun Fakt: Die Erfahrungen, die man als Frau macht und auch noch mit einem Kleinkind im Schlepptau, können schon manchmal interessant sein. Sämtliche Vorurteile abgedeckt. Aber so zeigt sich ganz gut, wer einem Dinge verkaufen will, die man eigentlich nicht brauch. "Die Frau hat ja eh keine Ahnung" . Ja, die hatte ich auch zu Anfang nicht, aber ich habe mich viel belesen und auch einen Bekannten gefragt, der Tiefbauer ist.

 

Bei dem Gewerk Elektro ergab sich ein Problem, was viele sicherlich kennen: Handwerkermangel . Keiner hat die Kapazität für ein Großprojekt. Obwohl ich mit 6 Monaten im Voraus, echt früh war. Eine Absage folgt der Nächsten. Und was mich immer wieder zum schmunzeln gebracht hat war die anfängliche Ratlosigkeit bei dem ein oder anderen Handwerksbetrieb, wenn ich erzählt habe, was wir für ein Bauprojekt haben. Fakt ist: Wir haben kein anderes Angebot bekommen. Nur das vom empfohlenen Betrieb, vom Hausbauer. Mich persönlich hat das garnicht so sehr gestört, denn das Angebot war gut, man war sich sympathisch bei den Gesprächen, er kommt aus dem Umkreis und weiß, was auf ihn zukommt.

 

Was tatsächlich recht Zeitintensiv war und unsere Entscheidung auch erst vor kurzem gefallen ist, Heizung- Sanitär. Auch hier, hatten wir für die erste Kostenidee, ein Angebot von dem empfohlenen Betrieb bekommen. Für mich sah das Angebot irgendwie lückenhaft aus. Es zeigte sich aber auch später noch eine andere Herausforderung: Jeder gestaltet sein Angebot anders. Sie sind schwierig miteinander zu vergleichen. Also auch hier: sich eine Liste machen, was man möchte und was man, nach ersten Informationen, braucht. Und dann ab in die persönlichen Gespräche und sondieren. Später musste ich mein Gefühl bei dem ersten Angebot revidieren, da es einfach anders gestaltet war.

 

Mein Sohn war ein echter Engel in der Zeit. Da er noch nicht in der Betreuung war, musste er zu allen Terminen mit. Und bei dem zuletzt genannten Gewerk sind diese Termine schon zeitlich recht umfangreich. Er war, für sein Alter, seeehr geduldig und auch sehr unterhaltsam.

 

Das Thema Klinik putzen bleibt aber natürlich nicht bei den 3 Gewerken. Wir hatten ja noch weitere Posten beim Hausbauer raus genommen, die wir nun anderweitig anfragen mussten. Ich hatte ja schon mal erwähnt, dass einer meiner besten Freunde, beim Baustoffhändler tätig ist. Also haben wir z.b. wegen Bodenbelägen, Baumateriealien und Türen bei ihm angefragt. Aber wegen z.B. der Fliesen, gibt es auch super Alternativen. Online kam für mich nicht in Frage. Ich muss fühlen, wie sich die Oberfläche anfühlt.

Bei andern Werkstoffen sieht das anders aus. Wer also kosten sparen möchte, der sollte immer mal online schauen auch für Baustoffe ist ein großes Kleinanzeigenportal sehr gut (als Krönung, die Rubrik "Zu Verschenken").

 

Für unsere Treppe, waren wir erst bei einem Treppenbauer der sehr häufig mit unserem Hausbauer zusammen arbeitet. Es hat uns schon mal eine Idee gegeben, aus welchem Holz wir die Treppen haben möchten und wie der Stil sein soll. Aber auch hier, habe ich meine Zeit genutzt und habe bei andern Treppenbauer nachgefragt und vor allem auch, in Polen. Es sollte sich lohnen, so dass das Angebot von den polnischen Firmen deutlich günstiger waren. Viele polnische Firmen haben einen Sitz bzw. einen Ansprechpartner hier in Deutschland, so dass die Kommunikation kein Problem darstellt.

 

Wie ihr vielleicht erahnt, der Aufwand ist alles in Allem schon recht hoch, aber dadurch konnten wir die Kosten minimieren und wir konnten selber entscheiden, welche Firmen bei uns ins Haus kommen.