Es geht endlich so richtig los!!
Die Freude ich groß!! Aber auch der Start, sollte nicht ohne Schwierigkeiten los gehen.
Eigentlich war immer für alle klar, auch für das Unternehmen unseres Nachbarn, dass wir am 05.01. Aufstellung haben. Aber es kam alles anders, denn weder Strom war vorhanden für den Kran, noch war die Fernbedienung für den Kran da. Denn angeblich hatten wir den 15.01 mitgeteilt ( was überhaupt keinen Sinn machte). Nun standen die Jungs mit dem LKW da ( auch früher als angekündigt) und nix ging mehr.
Da ich auf meiner neuen Arbeitsstelle war, im ersten Tag, konnte ich auch nur verzögert, irgendwie helfen. Dennis hatte die Nerven blank liegen. Zumal es auch noch heftig angefangen hatte zu schneien. Bei Ankunft nach meiner Arbeit auf der Baustelle, habe ich einen völlig fertigen Dennis angetroffen und entspannte Bauarbeiter. Das war ja klar!! Dennis war hoch rot im Gesicht, hat keinen vernünftigen Ton mehr hin bekommen, noch war er zugängig für irgendwelche Infos von mir. Ich habe dann mal das Ruder übernommen und habe mich darum gekümmert, dass die Jungs, so schnell wie möglich, Strom dort haben. Um den Kran, für den heutigen Tag, hatten sich die Jungs bereits gekümmert.
Also, bin ich erst mal los, hab den Jungs einen Kaffee besorgt und viele Telefonate geführt. Die Situation war geregelt und es war sicher, dass wir ab dem nächsten Morgen, Strom da haben werden.
Dennis war garnicht zugänglich, also hab ich ihn von der Baustelle geschmissen. Unser Jüngste musste abgeholt werden und das musste er dann übernehmen, ob er wollte oder nicht.
Die Bauarbeiter waren (leider) wirklich froh, dass er gefahren ist. Er hatte alle verrückt gemacht. Schlussendlich war es für alle ein langer Tag. Dennis musste wieder zurück kommen, da ich sonst nicht heim gekommen wäre. Also kam er mit Thijs im Schlepptau zurück. Der Kleine war natürlich fasziniert von dem großen Leihkran, aber grade für ihn war die Kälte nicht lange auszuhalten. Ich hab aber Dennis nur schwer wieder von der Baustelle weg bekommen. Wären wir einfach mal direkt nach Hause gefahren!!!
Der erste LKW war abgeladen, der Zweite stand schon bereit, so dass die erste Wand abgeladen werden konnte. Wand 1 haben die Jungs, zwischen die Paletten gesetzt. Diese wurden über eingeborte Heberinge angehoben. Diese mussten nun entfernt werden. Einer der Jungs kam auf die "glorreiche" Idee, eine Leiter an die Wand zu stellen und dort hinauf zu steigen. Das ging natürlich schief. Da die Wand schief stand, drückte diese an die dahinter liegenden Paletten und die Oberste verabschiedete sich. Darauf waren die Dachlatten gelagert, die nun alle auf dem Boden im Schnee/Pratsch lagen.
Gott sei dank ist keinem was passiert. Aber Dennis.....der war kurz vor dem Herzinfarkt. Tief durchatmen, Mann von der Baustelle ziehen und ab nach Hause, bevor es völlig eskaliert. Ja, die Stimmung war scheiße an dem Abend. Dennis hat mein Durchgreifen und meinen Umgang mit den Situationen ihm gegenüber überhaupt nicht gepasst. Das kann ich aber auch verstehen.
Ich hab schlecht geschlafen. An mir ist das Ganze natürlich auch nicht belanglos vorbei gegangen.
Der Dienstag startete mit einer großen Nervosität. Klappt alles mit dem Strom und der Fernbedienung? Macht das Wetter mit?
Also kurz sei gesagt: Ja, mit dem Kran hat alles geklappt. Das Abladen von LKW Nr.3 hat ohne Probleme geklappt und das Wetter war uns am Dienstag auch wohl gesonnen.
Das mit dem Wetter sah heute (am Mittwoch) schon wieder anders aus. Schnee, Schnee, Schnee und nochmals Schnee. Aber die Jungs waren trotzdem fleißig. Das Einzige was ich machen konnte war: Morgens frischen Kaffee bringen und was zu Essen hinbringen.
Die Kosten für den Leihkran sind noch zu klären, wer diese zu zahlen hat. Ich lass das nicht auf mir sitzen!! Aber es hat natürlich auch in so fern den Vorteil, dass Nebenan grade nicht weiter gebaut wird: Die Jungs müssen sich den Kran nicht teilen! Irgendwas muss ja positiv sein.
Aber die Aufstellung war nicht das Einzige, was nicht gut lief. Ich bin nach wie vor, eher der frühe Vogel. So auch mit dem Beantragen des Telefon/Internet Anschlusses. Bereits vor den Weihnachtstagen hatte ich beim Marktführer wegen eines Anschlusses nachgefragt und nur wenige Tage später, ein Telefonat gehabt, in der ich die Ablehnung bekommen habe. Wieso? Weil auf unserer Straßenseite keine Leitungen liegen. Kein Wasser, Strom oder Telefon und der Marktführer sagt: wir legen keine Kupferleitungen mehr, wenn wir nicht müssen.
Also den nächsten ( örtlichen) Anbieter angefragt. Unsere Nachbarin arbeitet dort und somit habe ich sie auf dem kurzen Dienstweg angefragt. 2 Tage später kam auch von ihr die Rückmeldung. NEP, machen wir nicht. Für Glasfaser sei ein anderer Anbieter zuständig, welcher ihren Arbeitgeber dort nicht verlegen lässt. Läuft, würde ich sagen.
So, heute an Tag 3 der Aufstellung, läuft es anscheinend. Die Jungs haben die Wand zum Nachbarhaus fertig und die 3. Etage wird grade fertig gestellt. Auch der Elektriker ist informiert und kommt ab Dienstag in der nächsten Woche. Genau so wie der Heizung- Sanitär- Betrieb. Die wollen auch am Dienstag zu einer Ortsbegehung und Gespräch auf die Baustelle kommen.
Auch bezüglich des Internet/Telefon Anschlusses hat sich was getan: Wir haben dann mal den 3. Antrag bei einem weiteren Anbieter gestellt, welcher uns versichert hat, dass man uns versorgen könne. Ich bin mal gespannt.